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Gedicht der Woche 07/2019

Nachtigallenmond

Der hoffnungslose Mond bescheint mich.
Wie unsinnig das ist und doch: wie schön.
Man nennt den Mond und man verneint sich.
Auf diese Weise ist man nicht zu sehn.

Man kann auch sagen: Nachtigallenmond,
Kasachenmond und Hirtenmond im Schnee.
Man lächelt über sich. Es weint sich 
Dann leichter und tut nicht so weh.

Eva Strittmatter

aus "Liebe und Haß"
Aufbau Verlag 2000

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